Lichtechtheit

Eine Probe meiner beiden Färbungen war auf dem Balkon: drei Tage auf einem ungefähr Südbalkon, und wir hatten Sonne!

Das Garn hatte ich auf ein orangefarbenes Pappstück (weiß wäre sicher besser gewesen) aufgewickelt:

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Aber man sieht daran sehr schön, was die drei Tage mit der Farbe der Pappe gemacht haben. Dann nachgebessert:

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Sieht schon besser aus, oder? Ich habe die Alufolie wieder drumgewickelt, jetzt kommt der Langzeittest. Hoffentlich kommt die Herbstsonne oft raus!

Meine Sommerpost

So, jetzt dürfte sie bei allen angekommen sein, da kann ich ja Bilder zeigen.
Ich hoffe, ich habe niemanden mit meiner Marotte abgeschreckt, dass ich alte Polsterumschläge sammle, über die Adressen und Briefmarken Gesso drüberstreiche/Aufkleber aufbringe und sie dann weiterverwende. Die Umschläge sahen also erstmal nach nichts aus (deshalb auch kein Foto).

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Als erstes einen schönen Blau-Türkis-Hintergrund für die Außenseiten.

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„Breizh“ heißt die Bretagne – mein Lieblingsurlaubsort – auf bretonisch. Am allerliebsten ist mir – auch wenn man in der Bretagne nie weit vom Meer entfernt ist – doch die Küste.

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Dieses Jahr haben waren wir leider nicht in der Bretagne, aber ich habe viele Bretagne-Postkarten, alle im Laufe der letzten zwanzig Jahre gesammelt. Also sozusagen „Vintage“-Postkarten für meine Tauschpartnerinnen.

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Aus einer alten Bretagnekarte habe ich die Einlagen für die Schachteln geschnitten, dazu bekam jede ihren eigenen „Menhir“.

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Und mal ganz nah.
Die „Sträflingskleidung“ (darin waren die Schachteln verpackt) war natürlich ein Teil einer bretonischen Flagge.

September-Sommerpost

Ende August kommt schon die erste Septemberpost an:

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Etwas näher?!

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Synnöve hat mir wieder eine Meeresfreude gemacht, vielen Dank dafür!
Aus einem wunderschön bestempelten Umschlag kam ein recht schweres Schächtelchen und beim Auspacken Synnöves liebster Sommerort mir direkt entgegen: Sand von der Insel Mön! Ich konnte ihn aber auffangen und so ist er wieder in der Schachtel bei Muscheln, Steinen und Holz gelandet.

Jetzt habe ich was zu grübeln: bisher eine Schachtel hochkant, Synnöves, die man nicht aufstellen kann, weil sonst alles rausfällt und einige Schachteln, die quer aufgestellt werden – und ich will daraus ein Gesamtkunstwerk machen, wenn alle Schachteln bei mir angekommen sind :-D.

Sandelholzfärbung

Heute habe ich angefangen, die Stränge zu wickeln, immerhin wollen daraus 40 kleine Strängchen von jeweils 25g werden. Und so sehen die ersten zwei aus:

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Im Original vielleicht ein bisschen weniger orangestichig, aber bald haben ja weitere 19 Frauen die Originale in der Post. Heute habe ich auch eine Probe auf den Balkon gelegt, um die Lichtechtheit zu prüfen. Hoffentlich haben wir noch ein paar Tage Sonne, damit das was wird.
Die Dokumentation ist fertig, Ihr findet sie hier.

Sommerpost abgeschickt

Meine Post ist unterwegs, der Briefkasten wird heute noch geleert. Zeigen kann ich sie natürlich erst, wenn sie angekommen ist, aber hier schonmal ein erster Hinweis auf meinen liebsten Sommerort:

Sommerpost

Nein, es ist nicht die Sträflingskleidung der Daltons!
Was ich Euch aber zeigen kann, das sind die Schachteln, die Töchterchen gebastelt hat. Ich durfte nämlich zehn Schachteln basteln, damit sie auch mit mir tauschen kann.

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Pflanzenfärben 2013

Am Vortag: Sandelholzspäne mit Wasser bzw. Wasser und Pottasche angesetzt, Wolle gebeizt.
Am nächsten Tag: Späne ausgekocht, ins Tuch eingebunden, mit gebeizter Wolle zum Kochen angesetzt.

1. Riecht gut, schade, dass es kein Geruchsinternet gibt.
2. Erste Färbung wird sehr hell und eher fleckig.

Vor dem Kochen:

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Die zweite Färbung mit Pottasche ist wesentlich ergiebiger, da wird mehr Farbstoff gelöst. Die komplette Dokumentation mit Fotos findet Ihr hier, wenn die Wolle getrocknet und fotografiert ist.

Altered book

Nachdem meine ersten Versuche eher zum Abgewöhnen waren, gebe ich dem Ganzen jetzt nochmal eine Chance.

Gelernt habe ich schon:
1. Ein Buch mit glatten Seiten (so wie in den Hochglanzbildbänden) ist nicht zu gebrauchen. OK, kann man so pauschal nicht sagen, ist mir klar. Also besser so: ein Buch mit glatten Seiten kann ICH nicht gebrauchen. Damit hängt unter anderem mein Ende Juni steckengebliebenes Kalenderbuch zusammen. Was daraus wird – wir werden sehen. Immerhin wird noch jeden Tag fleißig eine Kleinigkeit notiert, wenn auch am Rechner.

Mein neues altes Buch:

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2. Gesso ist nicht gleich Gesso. Nachdem ich mit dem ersten reingefallen bin (auch hier wieder: lässt sich nicht verallgemeinern, aber ICH mag nicht mit einem Gesso arbeiten, das eine absolut raue Oberfläche hat und so stumpf ist, dass mir beim Drüberstreichen die Nackenhaare zu Berge stehen), habe ich jetzt das von Bob Ross gekauft. Eher flüssig, trotzdem ziemlich gut deckend und mit der Karte aufgestrichen wird die Oberfläche schön glatt. Das ist MEIN Gesso. Wenn’s das jetzt noch in transparent gäbe, das wär’s.

Wie gut, dass ich in Aschaffenburg das AB von Anne sehen und begrabbeln konnte und schade, dass es kein Fühlinternet gibt, dann hätte ich mir den ersten Liter Gesso gar nicht erst gekauft.

Die erste mit Gesso behandelte Seite:

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Und so sieht der Rücken aus, nachdem ich etwas mehr als ein Drittel der Seiten entfernt hatte:

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Das nächste wird die Suche nach DEM Kleber sein, der normale Kleber lässt die Seiten immer so wellig werden. Aber es wird ja wohl einen Buchbinderleim geben, der so klebt, wie ich das haben will.