Adventsmailart – Making of

Meine erste Idee, die mir durch Christines Collagen gekommen ist, habe ich schnell wieder verworfen, der erste Stempel war mal sowas von langweilig, die beiden Punkte sahen irgendwie doof aus und überhaupt – war also nichts mit dem arabischen Glück (denn den Schriftzug – etwas verfremdet – für „Glück“ hatte ich mir ausgesucht).

Erster Versuch

Nach einer temporären geometrischen Legasthenie (dass man mit Fünfecken keinen Rapport – jedenfalls nicht zweidimensional – drucken kann, hätte ich ja mal wirklich wissen müssen, schließlich kann ich „Pentagondodekaeder“ richtig schreiben, ohne vorher im Duden nachgesehen zu haben und aussprechen ohne zu stottern; schwerer ist dann schon wieder die Chrysantheme, aber das ist eine andere Geschichte), war ich dann mal so richtig ideenlos. Die Uhr tickte natürlich immer lauter, was auch sonst. Projekte müssen schließlich bei mir erstmal gut ablagern, macht man ja mit guten Weinen, Whiskey und Balsamico auch so, glaube ich wenigstens.

Gehen wir eine Runde surfen, Julie Fei-Fan Balzers „Carve December“ (und die Fotos auf Instagram) war da sehr hilfreich. Viele Stempel gesehen und beschlossen, einfach loszuzeichnen. Also gleichseitiges Dreieck aufgezeichnet und frei Schnauze weitergemacht.

Zeichnung, Rapport, fertiger Stempel, geschnitzte 11

Dann das Muster noch ein paarmal drangesetzt, um einen Eindruck vom Rapport zu bekommen, per Transparentpapier für Symmetrie im Dreieck gesorgt und losgeschnitzt. Im Grunde war das der einfache Teil.

Verschiedene Rapportmöglichkeiten

In den Kopf gesetzt, mit weißer und türkisfarbener Acrylfarbe auf schwarze Pappe zu drucken.

Sieht toll aus, es gibt aber ein sehr großes „ABER“: Ich hätte den Stempel nach jeweils ungefähr einer halben fertigen Karte abwaschen und den Schwamm auswaschen müssen, auf den ich die Farbe aufgetragen hatte, um danach mit frischer Farbe weiterzumachen. Warum ich das hätte machen müssen? Der Druck wurde nicht nur unsauber und die Farbe zu zäh, der Stempel riss auch die Pappoberfläche auf!

Pro Karte musste der Stempel dreißigmal gedruckt werden – bei über 30 Karten (ein paar Probedrucke, außerdem habe ich ein paar mehr verschickt) macht das an die 1000 Drucke, dazu das ständige Auswaschen. Meine Hände wären danach ein Fall für den Hautarzt gewesen (winterbedingte trockene Haut plus Allergie).

Stempelkissen habe ich so einige, die eine Sorte schlägt aber durch (beim verwendeten 300g-Karton hält es sich zum Glück in Grenzen), von der anderen Sorte hatte ich nur die Ministempelkissen und keine Nachfüllflaschen. Zum Nachbestellen war natürlich keine Zeit mehr, also das einfache blaue (aber immerhin wasserfeste) Stempelkissen genommen und los ging’s. Der Stempelgummi und auch das -kissen haben die vielen Karten gut überstanden, sind weder leer noch ist der Druck ausgefranst oder unsauber geworden.

Mein Arbeitsplatz in der Küche

Alle Karten kreuz und quer

So, jetzt kann ich mich zurücklehnen und mich auf die andere Hälfte der Karten freuen (1-11 und 13 sind schon da; die zeige ich morgen).

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...