Weihnachtsbäckerei

Eine Linkparty bei Astrid zum Thema Weihnachtsbäckerei – die soll nicht ohne mich stattfinden! Astrid hat 15 Fakten über sich und die Weihnachtsbäckerei gesammelt, mal sehen, was mir so einfällt:

  1. Mein Lieblingsfoto zur Weihnachtsbäckerei: Mein Bruder und ich in Schlafanzug und Bademantel im Kellerwohnzimmer (die obere Etage wurde zu dem Zeitpunkt gerade umgebaut, so dass wir eine Zeitlang nur im Keller und Dachgeschoss hausten), beide von oben bis unten mit Schokolade beschmiert, die Finger (natürlich auch schokoladengebadet) genüsslich abschleckend, auf dem Tisch (stilecht mit Wachstischdecke – wir befinden uns schließlich Ende der 70er/Anfang der 80er) ein buntes Plätzchen neben dem anderen, jedes individuell verziert. So gut haben selbstgemachte Plätzchen nie wieder geschmeckt. Wobei das eine romantisch verklärte Erinnerung sein dürfte; wenn ich genauer nachdenke, hatte ich danach – glaube ich – Bauchschmerzen. Und silberne Zuckerkugeln schmecken auch nur bedingt. Von wegen „früher war alles besser“.
  2. Meine bisher erfolglose Suche nach DEM Mürbeteigplätzchenrezept. Entweder bröckelt der Teig (und damit meistens auch die Plätzchen) oder er klebt elendiglich. Vor zwei Jahren ungefähr dann DIE Entdeckung: Ein Teig mit Superkonsistenz, sogar ohne Ei (und damit auch heute noch gefahrlos roh vernaschbar). Er bekam leider das Prädikat „Klebt nicht, bröckelt nicht… Schmeckt nicht“.
  3. A propos „Teig naschen“: Eine Zeitlang hatte ich so eine Panik vor Salmonellen, dass ich nichts mehr mit rohem Ei gegessen habe. Wenn ich nichtsahnend doch was mit rohem Ei erwischt hatte und mir das jemand hinterher sagte, hatte ich genau in dem Moment, in dem ich abends im Bett lag, unter Garantie fürchterliche Bauchschmerzen und lag ein bis zwei Stunden wach, immer kurz davor, die Keramikabteilung aufzusuchen. War aber tatsächlich kein einziges Mal nötig. Mittlerweile habe ich die Phobie aber erfolgreich überwunden.
  4. Als Kind wurde Teig grundsätzlich roh gegessen, das hat meine Mutter garantiert bei der geplanten Plätzchenmenge gleich einkalkuliert.
  5. Gehören Pralinen auch zur „Bäckerei“? Dann kann ich erzählen, dass meine ersten Pralinen an einem 24.12. in der Küche meiner Eltern entstanden – sie mussten schließlich frisch sein, sowas kann man nicht ein paar Tage vor Weihnachten vorbereiten, wo kämen wir denn da hin? Wenn man das erste Mal Pralinen macht (auch noch fünf verschiedene Sorten), macht man ziemlich viel Sauerei – ich hatte danach Pralinenbastelverbot in der elterlichen Küche ;-), allerdings nur am 24.12.
  6. Spritzgebäck habe ich auch gerne durch das Fleischwölfchen („Wölfchen“, weil nicht groß, schwer, gusseisern, sondern klein, eher leicht und Plastik) gedreht, das diese wunderbare 70er-Jahre-Farbe (Knallorange) hatte.
  7. Erinnerungen an meinen Vater, der die Nüsse und Mandeln für das Berliner Brot immer mit dem Messer per Hand hacken musste – ich müsste meine Mutter fragen, warum sie damals erstens keine gehackten Nüsse und Mandeln gekauft und zweitens dann noch mit Messer und Hand statt Elektrogerät hat hacken lassen. Ich bin nicht sicher, es könnte mit der Größe der gehackten Teilchen zusammenhängen, die gekauften waren ihr zu klein oder so. Heute backt sie immer noch Berliner Brot, kauft aber fertig gehackte Nüsse und Mandeln.
  8. Letztes Jahr habe ich nach Weihnachten beschlossen, im Jahr 2017 verschiedene Plätzchenrezepte auszuprobieren, um in der Adventszeit dann ein paar bewährte Rezepte für Einfach-Plätzchen zu haben. Habe ich nicht ein einziges Mal gemacht und deshalb im Herbst beschlossen, dass bei uns keine Plätzchen mehr gebacken werden (Kind ist schon groß). Berliner Brot kommt von meiner Mutter, Spritzgebäck (normal und Diabetiker-Variante – darauf muss ich ja auch noch Rücksicht nehmen) von der meines Mannes, Zimtsterne werden gekauft – mehr brauchen wir nicht. Cookies backe ich durchaus, aber „Kugel formen und draufhauen“ geht auch schnell, es bleibt nichts im Förmchen kleben, hinterher wird nichts verziert – aber weihnachtlich sind die natürlich dann weniger.
  9. Stattdessen gibt’s Pralinen – die kann ich mittlerweile ohne Sauerei und in den Wochen vor Weihnachten. Ist schließlich mittlerweile meine eigene Küche, die ich verwüsten würde!
  10. So langsam bekomme ich doch Lust, die Zimtsterne wenigstens probeweise mal selbst zu machen. „Astrid, Du bist Schuld“, hätte ich als Kind gesagt.

Zehn Fakten für eine, die nie Plätzchenmarathons mit dreihundertdrölfzig verschiedenen Sorten mitgemacht hat – reicht doch! Jetzt gehe ich zu Astrid und verlinke das bei ihr.

Berlin…

… hat dieses Gebäck nie gesehen (und wird es wohl auch nicht). Keine Ahnung, warum es „Berliner Brot“ heißt, bei uns hieß das „schon immer“ so, und es weckt Kindheitserinnerungen (vor allem an meinen Vater, der immer die Berge von Nüssen und Mandeln zerkleinern musste – ich habe keine Ahnung, warum meine Mutter die nicht fertig gehackt gekauft hat).

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Der Advent naht, am Wochenende wird wie immer der Basar besucht, diverse Utensilien sind aus dem Keller geholt, die ersten Kekse gebacken – so früh bin ich selten dran. Nach dem Basar ist dann die Adventspost dran, mehr als eine Idee gibt es bei mir immer noch nicht. Auch meine Weihnachtswichtelstickerei ist noch nicht fertig, aber da gibt’s schon mehr als eine Idee. Alles Dinge, die ich noch nicht zeigen kann, auch der Skinnie (7,6×12,7cm) und der Art Square (10x10cm; beides geht nach Frankreich) können noch nicht gezeigt werden, die müssen erstmal in Frankreich ankommen. Also heute „nur“ Plätzchen.

Sommerfreuden

Kuchen gebacken:

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Ein rundum gesunder Kuchen nach Dr. Bruker, den man auch Apfelbrot nennen könnte. Statt Honig habe ich Stevia genommen, damit unsere Diabetiker auch was davon haben. Bisher habe ich es noch nicht geschafft, davon Reste einzufrieren, weil ihn auch die Nichtdiabetiker mögen.

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Den habe ich nach diesem Rezept gebacken: Manos Blitzkuchen. Nur: ein Blitzkuchen war das bei mir nicht, den habe ich locker doppelt so lange im Ofen gehabt. Lecker war er trotzdem, auch wenn bei der Hitze heißer Kuchen zu Kaffee und Tee irgendwie etwas zuviel des Guten sind. Mangels weißem Mehl habe ich den letzten vorhandenen Rest Speisestärke und – weil das immer noch nicht reichte – gemahlene Mandeln genommen. Obstsorten: Aprikosen, Erdbeeren, ein Apfel und platte Pfirsiche.

Solargefärbt:

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Johanniskraut und Frauenmantel aus Schwiegis Garten, dazu Zwiebelschalen und Walnussschalen. Etwas Alaun, zwei Wochen in die Sonne gestellt.

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Gefärbt auf Filzwolle (100m/100g), Seidenjacquard, Seidensamt.

Sonntagssüß und Samstags… äh…

Samstagssauer? Nee, natürlich ist das Brot nicht sauer, sondern herzhaft, aber das fängt nunmal nicht mit einem S an. Schade.

Gestern gebacken, unser übliches Vollkorn-Bio-Brot mit Backferment:

Brot

 

Jetzt gerade im Ofen (etwas spät für den Kaffee, aber schmeckt bestimmt auch heute Abend noch) – Zimtzupfer oder auch Monkey Bread:

Zimtzupfer

Rezept hier gefunden.

Schoko-Cookies

Cranberry-Schoko-Cookies ohne Cranberries:

Schoko-Cookies

Das Rezept habe ich auf Joannas Blog Liebesbotschaft gefunden, die Cranberries aber durch weitere 100g Schokodrops ersetzt, weil Fröschchen die nicht mag. Ich habe die Kekse etwas länger backen lassen, weil ich drei Bleche im Ofen hatte (51 große Kekse brauchen eben Platz); verlaufen sind mir die Kekse übrigens nicht, die haben ihre Größe behalten. Entlaufen sind sie mir aber schon, sie sind bis zu Nadelhexe gekommen. Einhellige Meinung: die werden jetzt öfter gebacken!

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