MM 005

Es ist zwar noch Tusche übrig, aber erstens hat die schon letzte Woche Fäden gezogen (ich vermute mal, der Kalk im zugefügten Wasser, auf alle Fälle i-bäh) und zweitens hatten mich ja die „Wolken“ in der Colapenschrift an etwas erinnert. Also wurden diese Woche die Acrylfarben und Plexiglasscheiben wieder rausgeholt und ich habe gedruckt. Hier (in dem Post findet Ihr auch den Link zu einem Video) und bei der Frühlingsmailart (huch, ich stelle fest, davon habe ich noch gar keine Bilder gezeigt! – wird noch nachgeholt) hatte ich das in meinen Postkunstwerken auch schonmal gemacht.

Diesmal habe ich kleine Farbtupfer auf die Plexiglasplatte aufgetragen und mit der zweiten Platte platt gequetscht. Rechts habe ich die restliche Farbe mit dem Palettmesser aufgetupft, das gibt auch Marks.

Ich hatte Lust, noch etwas Farbe dazuzubringen.

Behutsam verarbeitet, kann man auch auf Seidenpapier drucken (und dies hier ist kein Spezial-USA-Delipaper, sondern ordinäres deutsches (?) Blumenseidenpapier)!

Seidenpapier

Auf dünnen Gesangsbuchseiten (das evangelische, namenlose); die werden noch weiterverarbeitet und die Ergebnisse später gezeigt.

Weitere Mark-Making-Beiträge findet Ihr bei Michaela.

MM 004

Im Garten war’s mir diese Woche zu nass – also keine Lust auf Mark Making aus dem Garten. Auf dem Supermarktparkplatz war’s mir auch zu nass – also keine Lust auf Kronkorkensammeln (mein Auto muss den schon gesammelten gefressen haben, der taucht einfach nicht mehr auf – wie viele Kronkorken frisst ein Smart auf 100km? Kann da mal jemand eine Studie draus machen?!). Aaaaaber: Am WE waren wir zu Besuch bei Freunden. Jetzt kann ich mich da auch nicht mehr sehen lassen, denn ich habe zwei leere Dosen eines braunen Kaltgetränkes mitgehen lassen. Meine Teebeutelsammlung stößt ja auch immer wieder auf Unverständnis; diese Woche muss also ausnahmsweise ich selbst die Opfer für die Kunst bringen, Pampasgras und Co. lachen sich ins Fäustchen und raunen leise „Wie Du mir…“.

Was macht man mit leeren Dosen? Man schnibbelt Colapens draus, die Anleitung hat Ulrike hier verlinkt. Einen Colapen zu basteln ist tatsächlich einfach, man sollte nur ein wenig auf die scharfen Kanten aufpassen (habe ich). Die zweite Dose wurde mir aufgedrängt (der Colapen ist anscheinend doch noch gerade so gesellschaftsfähig – oder es wurde die Gelegenheit ergriffen, den Müll bequem zu entsorgen, so ganz sicher bin ich mir da nicht), falls es mit dem Prototyp nicht klappen sollte. Und was soll ich sagen? „Nett“ – aber nett ist die kleine Schwester von Ich-sag-das-Wort-nicht. Immerhin: der Colapen stand auf meiner imaginären Liste der Dinge, die ich schon lange mal ausprobieren wollte. Wenn’s schon zu sonst nichts nutze war, kann ich ihn immerhin von meiner Liste streichen, weil erledigt.

Wie gesagt…

Als Bandzugfeder könnte man die Feder durchgehen lassen (wenn die ausgerissenen Kanten nicht stören)

Schreiben werde ich mit dem Gerät schonmal nicht. Aber die „blumig-wolkenartigen“ Grauflächen haben mich für den letzten MarkMakingMusterMittwoch auf eine Idee gebracht, die ich am Wochenende ausprobieren werde.

Noch ein bisschen rumspielen; diesmal spielt der Colapen nur eine Nebenrolle (durfte als Pinsel dienen). Vielleicht habe ich am Wochenende ja auch noch Lust, die Stabheuschreckenfamilie auszuarbeiten, die sich hier versteckt.

Weitere MarkMakingMittwoch-Beiträge findet Ihr bei Michaela.

MM 003

MusterMittwoch und MarkMaking bei MichaelaMüller. Fehlen nur noch die bunten Schokolinsen mit gleichen Initialen! Aber bunt geht’s in diesem Monat nicht zu, deshalb auch keine Schokolade. Diese Woche war sehr arbeitsreich, weshalb es heute nur für zwei Fotos reicht (dafür aber im Tageslicht). Die verblühten Hortensien haben mittlerweile alle Blütenblätter abgeworfen, übrig geblieben sind nur noch ungefähr drei Skelettblättchen pro Strunk – wie sehen die Marks aus, die man damit maken kann?

Sehr gleichmäßig nebeneinander gesetzt; eng verwandt mit den Pampasgrasspuren von letzter Woche

Hin und her und kreuz und quer

Beides jetzt nicht sooo ein großer Unterschied zum Pampasgras. Deshalb wollte ich eigentlich noch ausprobieren, welche Spuren ein plattgefahrener Kronkorken (vom Supermarktparkplatz aufgesammelt) so macht. Aber der Kronkorken hat sich in der ersten Kurve vom Beifahrersitz verdünnisiert (wahrscheinlich leistet er jetzt den Münzen, die hin und wieder mal runterfallen und sich in Ritzen verstecken, Gesellschaft). Was lernen wir daraus? Pampasgras ist ein willigeres Opfer als Kronkorken und außerdem hätte ich ihn wohl anschnallen sollen, dann wäre das alles nicht passiert!

#Collagentreffen in Köln

Ein Collagentreffen in Köln am 11.11.?! Kein Problem, ich bin Karnevalsflüchtling! Irgendwie hat das was von einem Paradox…

Angekommen in der kleinen Fabrik hatte der Karneval sich aber wieder verflüchtigt, mal abgesehen von einem roten Konfetti oben unter der Decke. In allerkürzester Zeit waren zwei Tische mit Material und Werkzeug belegt, es blieb gerade noch genügend Platz für ein wunderbares kleines Buffet (danke an alle!). Und dann wurde geschnibbelt, gesabbelt, geklebt, gemalt, geschrieben, was das Zeug hält. Danke, Christine, für das „Starterkit 15fünfzehn“! Acht Frauen und ein Hund im Collagenwahn: Christine, Barbara, Sabine, Astrid, Katrin, Katrin, Judith und ich.

Fünf der acht „Arbeitsplätze“:

Unverkennbar Christine

Astrids und gegenüber meiner

Judiths (während der Arbeit – so sah meiner nach dem Aufräumen aus :-D)

Besonders produktiv: Sabine

Alle (großen) Collagen gemeinsam

Tschüss, kleine Fabrik, mach es gut:

Ein Tafelbild ist nichts für die Ewigkeit

Und zum Schluss meine beiden 15fünfzehn Collagen bei Tageslicht:

Wer die alte deutsche Schreibschrift noch lesen kann, der weiß, warum die Collage „Tannenfee“ heißt.

An dieser („Weihnachtsmann“) will ich noch etwas basteln, um den Fisch herum ist es mir noch etwas zu unruhig.

Verlinkt mit Sabines 15fünfzehn.

Muster-Mittwoch 002

In Michaelas Umfrage hat das graue Mark-Making gewonnen – und mein Pampasgras einen Wedel verloren. Er hat etwas zu oft im Wind sachte mit dem Kopf genickt und mir zugerufen, dass er ja auch mit Farbe auf Papier nicken könnte; das musste also ausprobiert werden. Für die Kunst muss man eben manchmal Opfer bringen, vor allem, wenn man „Pampasgras“ heißt und in meinem Garten steht! Und wer weitere Muster-Mittwoch-Ergebnisse sehen will, geht zu Michaela!

Mein „Opfer“

Mein Arbeitsplatz – gut abgedeckt, weil schwarze Tusche bestimmt gut in geöltes Buchenholz einzieht (zum Glück habe ich gestern keine praktischen Erfahrungen sammeln können)

Die ersten Versuche auf weißem Kopierpapier (oben viel, unten wenig Farbe, was mich ein wenig an die Brailleschrift erinnert)

Im Musterbuch (beigefarbenes Papier)

Gleiche Seite, etwas später

Gleiche Seite, diesmal im Tageslicht – welch Unterschied!

Im Skizzenbuch

Die eigentliche Herausforderung bestand natürlich darin, im grauen November (in dem es auch noch früh dunkel wird) schöne Fotos zu machen, das hat eher nicht geklappt. Vielleicht am Freitag oder am Wochenende?!

Adventspostkunst

Die Adventspost beginnt! Hier könnt Ihr Euch anmelden. Vielen Dank an Michaela und Tabea, dass Ihr das wieder organisiert.

Les embruns d’octobre von Santine

Und dann war da noch:

Am Wochenende von der Tochter gebastelt (nein, hängt da nicht mehr, war nur zu Testzwecken)

Ich weiß auch nicht, was dieses Jahr in uns gefahren ist, bis Weihnachten dauert’s schließlich noch ein ganzes Weilchen.

Muster-Mittwoch 001 am Sonntag

Für Mittwoch etwas zu spät, aber hey, ich habe Urlaub, da können die Wochentage schonmal durcheinander geraten! Endlich auch ein Muster-Mittwoch-Beitrag von mir, kurz bevor der Dreiecksmonat beendet ist. Dafür habe ich bei Ulrike und Carola die Idee des Musterbuches geklaut und mal wieder ein Buch gebunden (koptische Bindung, weil die Seiten dann gut flach liegen). Die ersten Seiten wurden gestern gefüllt:

Die Vorderseite, an der ich bestimmt noch weiter rumbasteln werde.

Kann ich jeden Buchstaben des Alphabets zackig bis dreieckig werden lassen? – Ja, geht. Erinnert mich an Futhark, das Runenalphabet.

Mein Stempel von der Adventspost 2016 – ein Dreieck. Erkennt Ihr die unsichtbaren Dreiecke? Klappt’s auch mit den beiden sich durchdringenden Dreiecken unten? Von „unsichtbar“ war’s nicht weit zu „verschwunden“ – das Bermudadreieck.

In der Oktober-alverde fanden sich dann diverse Dreiecke und Zacken, die zur Collage werden wollten. Rechts könnt Ihr sehen, wie knapp ich die Fäden für die Bindung bemessen hatte – da ist nichts abgeschnitten worden, die Knoten waren so gerade noch knüpfbar.

Vermustert ist das jetzt nicht, das lasse ich mir für das nächste Thema, das ich diesmal von Anfang an mitmachen möchte.

Art Square und Skinnie September

Ich war letzten Monat ziemlich spät dran, mittlerweile sind meine kleinen Werke aber in Frankreich angekommen, und ich kann sie auch hier zeigen:

Etre ici mais encore un peu là-bas

Wenn ich groß bin, werde ich (Super-)Lehrerin…

Und jetzt an die Aufgaben für den Oktober, bevor der auch wieder vorbei ist.

Was sind Art Squares und Skinnies?

Es wurde schon häufiger gefragt, was denn ein Art Square oder ein Skinnie ist, da habe ich mir gedacht, ich mache gleich einen neuen Blogpost draus.

Skinnie „Une partie de chasse“ – „Ein Jagdausflug“

Wir stellen uns jetzt mal nicht à la Feuerzangenbowle „ganz dumm“, sondern fangen mit der Kurzantwort an: Ein Art Square ist ein 10x10cm großes Werk, ein Skinnie ist eine Collage mit den Maßen 12,7×7,6cm. Frag mich bitte keiner, woher dieses krumme Maß kommt, warum das Ding „Skinnie“ heißt usw., das weiß ich nämlich nicht.

Für einen Tausch von Art Squares und Skinnies kann man sich in einem Forum (s.u.) jeden Monat neu anmelden. Beim Art Square gibt es ein vorgegebenes Thema (Quand je serai grande… – Wenn ich groß bin,…), in der Umsetzung bin ich frei (muss also keine Collage sein), beim Skinnie auch, aber da habe ich außerdem noch die Vorgabe, dass es eine Collage sein muss, für die ich aus einem vorgegebenen Bilderpool (ca. 60-100 Bilder) auswählen und hinterher noch mit Farbe, Stempel usw. weiterarbeiten kann (aber nur begrenzt, die Hauptsache müssen die vorgegebenen Fotos sein).

Natürlich kann ich mit den Vorgaben auch für mich selbst wurschteln, aber gedacht ist das als Tausch; eine Frau aus dem Forum würfelt immer aus, wer seine Arbeit an wen schickt. Wer französisch spricht, kann sich auch gerne hier umsehen, anmelden, mitmachen: Forum Incartades.

Art Square

Solche rege/-lmäßige Mail-Art-Aktionen habe ich bisher im deutschsprachigen Raum nicht gefunden (aber dafür gibt’s ja die schönen größeren Post-Kunst-Aktionen von Michaela und Tabea!), deshalb nehme ich die etwas höheren Portokosten (90 oder 150 statt 70 Cent; wir haben in Deutschland im Gegensatz zu anderen Ländern ja noch Glück!) gerne in Kauf. Schön an Skinnie und Art Square ist auch, dass es kleinere Arbeiten sind, die nicht soviel Zeit beanspruchen.

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