Pflanzenfärbung

Mein Bündel ist geschnürt und liegt noch bis morgen auf dem Balkon. Dann ist eine Woche rum, und ich werde es auspacken, über das Wochenende liegen lassen und dann mal sehen, wie die Farben auf eine Handwäsche reagieren.
Mal überlegen, ob ich noch zusammenbekomme, was ich da drauf gelegt habe…

Brombeerblätter (aber nur vorsichtig auf das Leinen, weil die Unterseite der Blätter Stacheln hat)
Efeublätter, verschiedene Sorten
Farnwedel
Zwiebelschalen, braun
die für das Färben der Wolle verwendeten nassen Walnussschalen
Frauenmantelblätter
so ein Kraut, das dem Ruprechtskraut ähnlich sieht, vielleicht ist es das ja sogar
Weinlaub (wilder Wein)
Ich glaube, das war’s; morgen werde ich ja sehen, was ich vergessen habe.

Aufgelegt habe ich das auf einen Seidenchiffonschal, dann kamen noch zwei kleinere Stücke Etamine de Laine und Leinen drauf, dann wieder Blätter. Dann einrollen, verschnüren, ab auf den Balkon (wegen der Geruchsbelästigung), eine Woche warten. Die Geruchsbelästigung kommt daher, dass ich die Stoffe in Essigwasser eingelegt und nach dem Verschnüren nochmal Essigwasser drübergegossen habe. In den vergangenen Tagen habe ich da nochmal was drübergegossen, ich hoffe, das reicht als Fixierung/Beize. Das Bündel habe ich auf Plastiktüten gelegt, damit das nicht irgendwohinsifft, wo es nichts zu suchen hat.

Pflanzenfärbung

Hapazome II

Die „Wir-schlagen-die-Farbe-mittels-Gummihammer-in-den-Stoff“-Methode ist ganz schön laut. Und anstrengend, wenn man einen solchen Hammer hat:

Hapazome Gummihammer

Das Ergebnis ist ja ganz nett, aber einige Blüten sind auch nicht zu gebrauchen. Daraus:

Hapazome Blüten

wurde das hier:

Hapazome Ergebnis

Hier sind die Blütenreste noch auf dem Stoff:

Hapazome

Ich kann die Methode eigentlich erstmal nur für Rosenblätter empfehlen, die behalten ihre Farbe (allerdings habe ich den Stoff noch nicht gewaschen). Die Hortensien- (lilablau) und die Lavendelblüten sind einfach nur braunmatschig geworden.
Mal sehen, was aus meinem Bündel (verschiedene Blätter auf in Essig gebadete Seide, Leinen und Wolle gelegt, zusammengerollt, verschnürt und nach draußen gelegt, hin und wieder nochmal Essig draufgeträufelt) geworden ist, das packe ich Donnerstag aus.

 

Solarfärbung III

Nach ein paar Tagen in der Sonne habe ich die Walnussfärbung beendet. Das helle Garn auf dem Foto ist das, was ich dieses Jahr gefärbt habe (alte, schon schwarze Walnussschalen), auf den drei Kärtchen sind die Reste vom letzten Jahr, die ich mit frischen grünen Walnussschalen gefärbt habe.

Walnussfärbung

Hapazome

Es ist viertel vor elf. Abends. Manche nennen es nachts. Die meisten Kinder schlafen schon. Auch jetzt, in den Ferien. Und in der Küche liegt eine Tüte Pflanzenteile. Die welken vor sich hin. Daneben liegt ein Gummihammer. Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus.

Ob ich vielleicht ein kleines bisschen… Hört doch bestimmt keiner… Ist ja schließlich ein Gummihammer… Unter uns ist doch nur der Keller… Hmmmm…

 

Nachtrag:
Ich war dann doch zu müde. Da haben die Nachbarn Glück gehabt. Göga meinte, das hätte durch das ganze Haus geschallt, wenn ich das gemacht hätte. 😀

Solarfärbung

Mein erstes Glas steht seit gestern auf dem Balkon. Obwohl die Walnussschalen schon über fünf Jahre alt sind, war das Wasser im Glas kurz nach dem Ansetzen so gut wie schwarz. Mal sehen, wie dunkel das Braun wird. Im Glas sind nur Walnussschalen, Wasser und ein paar Meter Wolle (dick und dünn). Auch ein paar Zentimeter von Annes Curly.

Solarfärbung 1

Hier kann man schön sehen, wie die Farbe sich aus den Schalen löst:

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