Tausch bei Jenniebellie

„Abstrakte Kunst“ war als Thema für eine Art Journalseite (mind. 15x20cm) vorgegeben und irgendwie hatte ich mir das leichter vorgestellt. Mein Werk ist inzwischen in Dänemark angekommen, so dass ich den Entstehungsprozess zeigen kann.

Der Anfang: schwarzer Karton, schwarzes Gesso, Acrylmarker, Wellpappe, Collagenpapier

Neocolor II

Acrylfarbe

Acryltusche, noch mehr Acrylfarbe

Noch mehr Acrylfarbe

Und – Überraschung – noch mehr Acrylfarbe

Ohne Worte

Dito

Ausnahmsweise Acrylmarker

Buntstifte, Acrylmarker, Stempel

Weißer Industriepainter

Jahresprojekt 2. Woche

Mein Jahresprojekt ist zwei Wochen alt, bis hierhin habe ich durchgehalten; das war Sinn des „Niedrigschwellen“-Projektes. Aber so ganz glücklich bin ich noch nicht, einige Seiten sind mir dann doch zu sehr rumgeschmiert und gekritzelt, seht selbst:

9. und 10. Januar

11. und 12. Januar

13. und 14. Januar

Im Moment denke ich daran, mir Themen (monatlich oder wöchentlich, mal sehen) zu suchen, vielleicht wird’s dann einfacher, und ich stehe nicht immer vor der Frage: „Was mache ich denn heute?“ Was daraus wird, seht Ihr nächstes Wochenende.

Post aus Geringswalde ist hier in der letzten Woche auch noch angekommen, vielen Dank, liebe Tabea!

Neujahrskarte von Tabea

Jahresbücherprojekt

Wie versprochen gibt es heute Fotos und Einblicke in mein Jahresprojekt. Jahresprojekte sind normalerweise nicht meins, alle diese „Jeden Tag/Jede Woche gibt es eine neue Anleitung/Anregung/Prompt/Was-auch-immer“-Projekte finde ich spannend, habe aber bisher immer ganz schnell wieder aufgegeben. Sei es, weil ich die Zeit dafür nicht finden wollte (seien wir ehrlich: wenn ich etwas wirklich will, finde ich auch Zeit dafür), weil mir die Anleitung usw. nicht gefallen hat oder einfach so.

Also habe ich mir ein „Niedrigschwellen“-Projekt ausgedacht, bei dem die Idee und Anleitung von mir selbst kommen muss – und wenn mir die nicht gefällt, habe ich irgendwie selbst Schuld. Für jeden Monat binde ich ein Minibuch (zugeklappt 6x6cm) und gestalte jeden Tag eine Seite – wie ist egal, aber „etwas“ muss auf der Seite landen. Das ist in wenigen Minuten zu schaffen, die Zeit dafür finde ich immer.

Beim Binden des Januarbuches kam noch die Aufgabe dazu, nur Reste zu verwenden und kein neues Papier extra für das Projekt zu kaufen. Eigentlich hatte sich die Buchgröße dadurch ergeben, dass ich handgeschöpftes Papier in 6x12cm kaufen wollte. Kaum hatte ich das erste Minibuch gebunden, kam die Aufgabe „nur Reste“ daher und hat mir meinen Einkauf verboten – so kann’s gehen…

Hier also Fotos:

Restpapier aus alten Atlanten, Verpackungsmaterial, Notenpapier usw.

Einband aus Teeverpackung (bemale/beklebe usw. ich noch)

Innenseiten und Klappe

1. Januar mit Schokoladen-Gold und Weihnachtsmütze

2. Januar (da der Januar nicht 32, sondern 31 Tage hat, durfte das ausnahmsweise eine Doppelseite werden)

3. und 4. Januar – Merkt man, dass ich gerne Tee trinke?

5. und 6. Januar – wieder mit Teeverpackung

7. und 8. Januar – Goldglitzer von Schokoverpackung (ich mag nicht nur Tee); das Mohnblatt ist schon ein wenig älter

Dezemberpost

Einmal aus Frankreich von Santine:

Was der Engel wohl davon hält, dass der Weihnachtsmann das Rentier in Rente geschickt hat?

Und von Doris ein ganz anderer (B)Engel:

Eigentlich sieht er ja ganz unschuldig aus, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass er es faustdick hinter den Ohren hat!

Herzlichen Dank, Doris! Merci beaucoup, Santine!

Sommerpost – Entstehung

Vorsicht, Bilderflut!

Fangen wir mit dem „Geheimnis“ der Unterwasserpflanzen an. Als ich dieses Video zum Dendritic Monoprinting fand, war klar, dass das mein Unterwasserparadies werden würde.

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Die Unterwasserseiten

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Acrylfarbe mit dem Pinsel auf einer Plexiglasplatte verstrichen.

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Die zweite Plexiglasplatte draufgelegt, beides gut zusammengepresst, obere Platte wieder runtergenommen – seht Ihr schon die Struktur der Unterwasserpflanzen? Man kann beide Plexiglasplatten für den Abdruck verwenden.

Ich habe festgestellt, wenn man die Platten zwischendurch nicht saubermacht sondern einfach wieder Farbe aufträgt, wird die Struktur immer gröber (s.u. die Blätter in der Mitte und rechts oben), die ersten Bögen wurden feiner (s.u. die beiden mittleren Blätter rechts). Ich mag beides.

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Paradiesseiten auf die Plexiglasplatten gelegt, leicht drücken, abziehen – fertig!

Mit grünen und blauen Twinklings H2O bekamen die Seiten dann noch ein bisschen Glitzer verpasst (haben die Meerjungfrauen hinterlassen, sie selbst waren für meine Seiten einfach zu schnell), und dann hatte ich ein Problem: Wie sollte ich die Meeresbewohner jetzt da draufkriegen? Die Farbe der Unterwasserpflanzen machte den Untergrund sehr holprig, da schieden fein geschnitzte Stempel oder Schablonen aus. Einzeln aufmalen und aufkleben (mit 1mm dicken Klebequadraten dazwischen) schien mir eine gute Lösung – bis sich mein Daumen dann beschwerte. Ist ja auch nicht so einfach, wenn man 24 Fische, 24 Seepferdchen, 12 Quallenunter- und 12 Quallenoberteile ausschneiden muss. Egal, mein Daumen hat’s überlebt.

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Die Schnipselreste habe ich ja schon gezeigt; einer davon ist wirklich zu Lucia gereist.

Als nächstes die Türen ins Paradies. Ihr erinnert Euch an diesen Blick durch’s Schlüsselloch?

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Das war eine selbstgeschnitzte Schablone, durch die ich Acrylfarbe gestempelt habe. Danach sahen die Tore erstmal wie schwarze Löcher aus, deshalb wurde das ganze nochmal überarbeitet.

Die Schablonen habe ich alle mit dem Lötkolben und einer feinen Lötspitze aus Folie ausgeschnitten. Da das gut funktioniert hat, werde ich das wohl noch öfter machen.

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Hier schneide ich gerade die Schablone mit den vielen Toren aus; unter der Folie liegt eine Glasplatte, die mit weißer Folie hinterklebt ist.

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Erst braune Acryltusche aufgesprüht, dann mit Acrylfarbe schabloniert.

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Über die Engelsflügel kam noch eine andere Flügelschablone, auf die ich Aqua-Spachtelmasse aufgetragen habe.

Da ich gerne segel, musste natürlich auch ein Segelparadies her. Also Farbe auf die Plexiglasplatte gegeben, ausgewalzt, eine ausgeschnittene Wellenschablone aufgelegt (so, dass die Farbe nicht komplett abgedeckt war), erstes Blatt aufgelegt, gedruckt. Schablone runtergenommen und auf dem zweiten Blatt abgedruckt, drittes Blatt auf die Plexiglasplatte gelegt, nochmal gedruckt. Jedes Blatt hat drei Farbschichten bekommen, die immer heller wurden, mal die Schablone, mal die Plexiglasplatte mit bzw. ohne aufgelegte Schablone. Auf die Art sind teilweise sanfte Südseewellen, aber auch leicht stürmische Meere entstanden. Den Himmel habe ich mit blauer Acryltusche aufgesprüht.

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Wieder eine selbstgeschnittene Schablone; erst mit weißem Gesso.

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Die Rümpfe bekamen noch Farbe.

Jetzt noch das Farb-/Druckparadies. Da kam endlich meine Gelliplate zum Einsatz:

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Farbe aufgetragen, mit dem Fächer (oben links) Farbe abgewischt, gedruckt.

Nach dem Trocknen habe ich das nochmal mit grüner und blauer Farbe gemacht. Hier findet Ihr dazu auch ein Video.

Das „marmorierte“ Papier ist so entstanden:

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Acryltusche, Wasser und ein ordentlicher Schuss Spüli (wenn es nicht genug Blasen werden/diese zu schnell zerplatzen, einfach mehr Spüli dazugeben). Wenn der Blasenberg groß genug ist, einfach das Papier aufdrücken (am besten, ohne die Becherränder zu berühren).

Hier findet Ihr auch eine Fotostrecke dazu.

Den Spruch von Jules Renard habe ich mit Gelstift draufgeschrieben. Dann noch Tags und Umschläge aus dem Blasenpapier, beschriften und dann ab zur Post.

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Und jetzt zurücklehnen und auf die letzten drei Umschläge freuen. Noch mehr Paradiespost wie immer bei Michaela.

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